Textilien und Hautgesundheit?

Mit guter Hautpflege, ausgewogener Ernährung und einem stressfreien Lebenswandel unterstützt du deine Hautgesundheit. Dein gepflegtes Hautbild kannst du aber unwissentlich selbst gefährden. Das Risiko geht von Textilien aus. Sie können die Haut reizen oder Rötungen und Allergien verursachen. Hier erfährst du, wie du das vermeiden kannst.  

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Was sich so alles in Textilien verbergen kann…

Deine Pflegeroutine kommt ohne Textilien nicht aus – dazu gehören Waschlappen, Hand- und Duschtücher oder ein Bademantel. Möchtest du Textilien wie einen kuscheligen Bademantel kaufen, ist die hochwertige Qualität sehr wichtig. Es dürfen sich beispielsweise keine ungesunden Chemierückstände darin verbergen. Sie gelangen auf unterschiedlichen Wegen in die Textilien:

› Bei langen Transportwegen lagern sie in Kisten, die mit Pestiziden und Fungiziden behandelt werden. Kleine Mengen davon befinden sich dann in der Kleidung.

› Genauso ist es, wenn Textilien in Lagerhallen liegen. Auch dort werden zu ihrem Schutz Chemikalien eingesetzt.

› Vielleicht stammt die Kleidung aus dem Ausland und wurde mit giftigen Farbstoffen gefärbt, die hierzulande verboten sind.

› Möglicherweise bestehen Textilien aus Naturfasern von geringer Qualität – beispielsweise sehr kurze, brüchige Baumwollfasern. Um sie künstlich zu verlängern und stabiler zu machen, werden manchmal Kunstharze eingesetzt. Sie wirken wie ein Klebstoff, der die schlechte Qualität ausgleichen soll. In den Kunstharzen können sich ebenfalls giftige Stoffe wie Formaldehyd verbergen.

› Möglicherweise trägst du Socken, Unterwäsche oder Sportkleidung, die geruchsfrei ist. Das heißt: Der Hersteller hat sie so behandelt, dass kein Schweißgeruch entsteht. Falls dafür Biozide eingesetzt wurden, ist das ebenfalls Gift für deine Haut.

Diese Liste ist nicht vollständig. Sie zeigt aber beispielhaft, wie viele Möglichkeiten es gibt, dass ungesunde Chemie in deine Kleidung kommt.  

So wirkt sich Chemie aus Textilien auf dein Hautbild aus

Über die Kleidung kommt deine Haut in Kontakt mit den Schadstoffen. Deine Haut produziert Fette, die manche Chemikalien aus den Textilien herauslösen – beispielsweise ist das oft bei bedenklichen Farbstoffen so. Dann entfalten diese ihre schädliche Wirkung. Biozide, Pestizide und Fungizide wirken sich auf dein Mikrobiom aus. Das heißt: Sie schwächen deine gesunde Hautbarriere und deinen Schutz vor Krankheitserregern. Oft merkst du vielleicht nicht, wenn deine Haut durch Chemie gestresst wird. Fühlt sie sich aber überfordert und geschädigt, entsteht Juckreiz, es treten Rötungen oder Ekzeme auf und eventuell entwickelt sich sogar eine Allergie.

So schützt du dich vor ungesunden Stoffen in Textilien

Etwa 6000 bedenkliche Chemikalien gibt es weltweit in der Textilindustrie. Unmöglich kannst du überblicken, ob sich etwas davon in deiner Kleidung versteckt. Daher gibt es sogenannte „Betriebsstätten-Zertifizierungen“. Du erkennst sie an Produkt- und Textillabels. Nicht alle Textilsiegel werden wegen Schadstofffreiheit verliehen. Manche Siegel gibt es für faire Arbeitsbedingungen und gute Sozialstandards. Informieren kannst du dich zum Beispiel auf der Website Siegelklarheit. Wenn du die Siegel anklickst, findest du Detail-Informationen. Wichtig ist die Bewertung zu Umweltverträglichkeit und Chemieeinsatz. Ein spezielles Siegel für die reine Schadstoffüberprüfung ist OEKO-TEX Standard 100. Alle Textilien mit diesem Siegel sind gesundheitlich sicher. Vor allem bei Handtüchern, Bademänteln und Unterwäsche ist es empfehlenswert, auf eine solche Zertifizierung zu achten. Außerdem hilft dieses:

› Handtücher, Bademäntel und Kleidung vor dem ersten Gebrauch immer waschen.
› Nur farbechte Textilien kaufen. Was abfärbt, belastet automatisch deine Haut.
› Super billige Baumwollprodukte meiden. Schlechte Fasern werden oft chemisch „verbessert“.

Bild von prostooleh auf Freepik

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